Nun, es ist auf alle Fälle ein mutiger Schritt den du da wählst. Von zu Hause auszuziehen ist immer mit einer Menge Selbstverantwortung und Selbstständigkeit verbunden. Allerdings kann ich dir auch klar sagen, dass deine Mutter bis zu deinem 18. Lebensjahr das Sorgerecht über dich haben wird, wenn sie es jetzt hat, bzw. dann der Erziehungsberechtigte. Dadurch kann sie, wenn sie will, dir noch verbieten auszuziehen. Jedoch weiß ich zu wenig um ein Urteil darüber zu fällen, was deine Mutter tun wird, wenn du ihr von deiner Idee erzählst. Selbst wenn sie dich lassen würde, hat das Jugendamt da immer noch mitzureden.
Weiterhin, musst du dir vor Augen halten, dass du dann natürlich mit sehr vielen neuen Kontakten konfrontiert wirst. Das heißt neue Leute, sehr intensive Verhältnisse mit ihnen, weil sie ja dann mit dir in der selben Wohnung wohnen würden. Schnell kann man sich da falsche Freunde machen, oder anderen Gefahren aussetzen, die einem über den Kopf wachsen, wenn man nicht damit umgehen kann. Die Gefahr ist groß, da auf die schiefe Bahn zu kommen.
Ich würde dir daher, angesichts deiner bösen Erfahrung und deines minderjährigen Alters, raten, nicht in eine WG zu ziehen, sondern dein Leben so wie es jetzt ist anzupacken und auf die Reihe zu bekommen. Wenn du das meisterst, mit deiner Mutter auskommst und dir einen guten Freundeskreis schaffst, hat du einen großen Schritt in Richtung "auf´s Leben vorbereitet sein" getan und damit beste Vorraussetzungen geschaffen mit 18 dann auszuziehen. Denn dann, kannst du ja machen was du willst.
Weglaufen ( denn so klingt es ein bisschen für mich) hilft dir hier nicht. Stelle dich den Problemen und meistere sie!